Mittwoch

G-Star Zulieferer verweigert Gewerkschaftsfreiheit




Seit einem Jahr hat der holländische Jeanshersteller in Wien eine
eigene Filiale für seine "Raws". In indischen Zulieferbetrieben wird
den organisierten Arbeiterinnen ein Maulkorb verpasst - und die
CCKwurde der Verleumdung angeklagt!

Das im südindischen Bangalore Unternehmen Fibres & Fabrics International
(FFI) und seine Tochterfirma Jeans Knit Pvt. Ltd. (JKPL) produzieren
für renommierte Markenfirmen wie G-Star, Armani
und Mexx
. Als die Betriebsgewerkschaften Ende 2005 mit Anklagen über Arbeitsrechtsverletzungen wie Überlastung, erzwungene und nicht bezahlte
Überstunden, körperliche und psychologische Übergriffe mehr und mehr an die Öffentlichkeit traten, ging das Unternehmen in die Offensive. Von einem örtlichen Gericht erreichte es Ende Juli des Vorjahres die Verhängung einer Nachrichtensperre gegen die Gewerkschaften; heuer im Februar wurde diese Verfügung erneuert. Das bedeutet, dass die Gewerkschaften und andere Arbeitsrechts-Organisationen
unter Strafandrohung keine Informationen über die Arbeitsbedingungen in den beiden Betrieben an die Öffentlichkeit tragen dürfen.

"Rassistische" CleanClothesKampagne!!!

Die internationale Clean Clothes Kampagne versucht seit Monaten, FFI/JKPL zu einer Änderung seiner inakzeptablen Politik zu bewegen. Einige Firmen, die dort produzieren, haben zu intervenieren versucht, doch ebenso vergeblich. Die beiden Betriebe sind SA 8000-zertifiziert, was die Arbeitsbedingungen tatsächlich verbessert hat. (Der Social Accountability Standard 8000 ist ein internationales Sozialmanagment-Instrument, das Betriebe aller Branchen zenifiziert; zu seinen
Forderungen gehört auch die GewerkschaftSfreiheit.) SAI, die
für die SA 8000-Zenifizierungen zuständige FIrma, informierte die
Clean Clothes Kampagne, das sie überlegt, die Zenifizierung
zurückzuziehen.


Als Reaktion auf die Aktivitäten der internationalen CCK wurde diese, zusammen mit dem niederländischen Indien- Komitee, von FFI des "Cyber- Verbrechens, rassistischer und fremdenfeindlicher Handlungen und krimineller Verleumdung" angeklagt und muss sich am 25.Juni vor einem Gericht in Bangalore, der Hauptstadt des Bundesstaates
Karnataka, verantworten.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Clean Clothes
Kampagne, dass sie wegen ihrer Aktivitäten von einem
Unternehmen angeklagt wird!

SENDENSie eine Petition an die
Unternehmen auf
www.cleanclothes.at


Sie können aber auch das
G-Star-Geschäft: in Wienbesuchen
(7., Neubaugasse 12-14, Tel.01/890
42 04) und sich erkundigen, wieso
das renommierte holländische
Unternehmen derartige Verletzungen
der Gewerkschaftsfreiheit bei
einem Zulieferbetrieb akzeptiert!!!

Übrigens könnt ihr auch ein Email oder Post an G-Star in Holland schreiben ( könnt auch mein Beispiel unten abschicken):

csr@g-star.com

G-Star International B.V.
Attn.: CSR Department
Keienbergweg 100
1101H Amsterdam
Netherlands


http://www.g-star.com/flash/content.html


Dear G-Star Managment

How is it possible that such utter violations of your Codes of conduct happen in the South of India, in Bangalore, commited by companies that deliver to an international enterprise like G-Star?

I would very much like to know how you handle the fact that people work under terrible conditions and are being exploited and made mouth-shut as officially stated and reported by Clean Clothes!!!

Knowing this I will definitely not buy any of your products anymore and will inform all of the people I know and ask them to do the same.

To me it is hipocrisy to publish a list of codes of conduct on your webpage and not stick to it at all when it comes to your delivery companies like FFI and JKPL.

How can you support this kind of exploitation and contribute to making those workers shut-up about telling the truth about the bad conditions they are exposed to?


Thank you for your attention

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